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Schule ist kein Wahlkampfthema

02.04.2014   Pressemitteilung der BG -Fraktion

Schulstrukturfragen  oder Pädagogische Wege sind kein Thema für den Kommunalwahlkampf

Ob die Sekundarschule Erwitte/Anröchte teilintegriert oder integriert weiterarbeitet, ist für die BG-Fraktion eine Frage, die  die Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und in einem Votum die Schulkonferenz  zunächst  entscheiden soll und dann erst die Kommunalpolitik.

Nach Lesart der heimischen CDU scheint die Entscheidung „teilintegrativ“ aber schon in den eigenen Reihen gefällt worden zu sein. In der Zeitung las man die favorisierte CDU-Meinung genau an dem Tag, an dem die Schule einen offenen  Informationselternabend  zum Thema angesetzt hat. Damit dokumentiert man seitens der CDU, dass einem die Meinung der  o.a. Schulgremien schnuppe ist. Obendrein wurde über das Thema auch im Schulausschuss noch kein einziges Wort gesprochen.

Wir als BG-Fraktion warten erst einmal ab, bis die Gremien und der Schulausschuss getagt haben und die Meinungsbildung abgeschlossen ist. Vorschnelle Urteile, dass integrative Konzepte grundsätzlich Fähigkeiten und Leistungen der Schülerinnen und Schüler weniger fördern,  sind gefährlich und zeugen von fehlender Differenzierungskompetenz. Natürlich kann für die  Sekundarschule das teilintegrative Konzept das für die Bedingungen vor Ort das bessere sein, aber wägen wir doch ab und hören auf das Votum der Gremien. Wenn die CDU sich zu dieser neuen Schulform bekennt, dann sollte sie den Mut haben, die pädagogischen Wege offen zu lassen und nicht  mit Ängsten und Sprüchen aus den Zeiten bildungspolitisch-ideologischer Grabenkämpfe daherkommen.


Von „Chaos“ in der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Förderbedarf (Inklusion) spricht in gewohnter, vereinfachender Weise Christof Rasche von der FDP.  Es ist richtig, dass die Landesregierung  sich bisher nicht genügend um die ausreichende Finanzierung der Inklusion gekümmert hat und mit Tempo die Umsetzung trotzdem vorantreibt. Das geht-wie so oft- zu Lasten der Kommunen. Der Streit zwischen Städte-und Gemeindebund und Landesregierung geht nach Aussage des Hauptgeschäftsführers des StGB Dr. Schneider um 10 Mio Euro. Wir haben deshalb im Erwitter Rat einstimmig beschlossen, mit anderen Kommunen notfalls den Klageweg zu gehen. Aber deshalb von „Chaos“ zu sprechen  und zu fordern,  „dass die Pläne zur Umsetzung der Inklusion nach der Entscheidung der kommunalen Spitzenverbände komplett überholt werden müssen“ zeigt, dass die Liberalen offenbar die Inklusion insgesamt ausbremsen wollen. Und genau dass geht zu Lasten aller Beteiligten und vor allem der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf.

Homepage der BG Erwitte