Site Map Contact Us Home
Willkommen > Archiv > 2008 > Mieses Spiel
 
 
 
 
 

Mieses Spiel

05.12.2007

"Ein mieses Spiel" hieß die Überschrift einer von Christof Rasche (FDP) in bekannter Manier "mal eben schnell" verfassten Pressemitteilung, nachdem bekannt wurde, dass die Kreis- BG als drittstärkste Fraktion im Kreistag (laut Wahlergebnis vor der FDP!), einen stellvertretenden Landrat benennen soll.
Für Rasche ein mieses Spiel, denn nach seinem Selbstverständnis hat nur die FDP Anspruch auf einen solchen "Posten". Weil der Artikel so aufschlussreich das politische Glaubensbekenntnis des großen FDP-Übervaters Christof Rasche offenbart, haben wir uns mit den wesentlichen Aussagen einmal genauer auseinander gesetzt.

Die Rasche-FDP schreibt: "Nachdem die CDU Gespräche für einen gemeinsamen Landratskandidaten von CDU und FDP ablehnte", so der FDP Kreisvorsitzende MdL Christof Rasche, "hat die FDP konsequent auf Eigenständigkeit gesetzt."

Unser Kommentar: Nachdem die Anbiederung der FDP gegenüber der CDU nicht funktioniert hat, begibt man sich in die Schmollecke und ist beleidigt. Eine eigenständige FDP-Politik kann sachorientiert im Kreis kaum gemacht werden, weil die FDP im Kreis Soest eine One-man-show ist. Christof Rasche setzt eher auf die schnellen Zeitungsartikel und populistische Sprechblasen, weil man als Alleinunterhalter nicht gleichzeitig in allen Ebenen der Politik mitmischen kann.

Lesen Sie weiter in der FDP-Pressemitteilung:"Die BG ging einen anderen Weg, zunächst bei der Landratswahl angetreten um den schwarzen Filz zu bekämpfen, wurde die BG und ihr Vorsitzender Theo Kremer dem Ruf eines Postenjägers gerecht. Plötzlich war bei der CDU alles in Ordnung, denn die Position des stellvertretenden Landrates winkte."

Unser Kommentar: Leider falsch! Das Amt des stellvertretenden Landrates geht an den BG-Kreisvorsitzenden Rolf Strothkamp.

Lesen Sie weiter den Rasche- Originalton:
"Für den Fraktionsvorsitzenden der FDP Kreistagsfraktion Wilhelm Reinecke war schon die Listenverbindung von SPD, Grünen und BG nach der letzten Kommunalwahl bezeichnend. Für die BG waren politische Sachthemen nachrangig, im Vordergrund standen verschiedene Positionen für Theo Kremer wie zum Beispiel im Aufsichtsrat der Bäderholding."

Unser Kommentar: Da widerspricht sich Rasche doch selbst. Im vorigen Satz wirft er der BG eine zu enge Bindung an die CDU vor und dann ist eine Listenverbindung der BG mit den anderen Fraktionen im Kreistag offenbar nicht in Ordnung. Listenverbindungen sind ein legales Instrument der parlamentarischen Arbeit und vielerorts selbstverständlich. Ausserdem hat die FDP mit Xaver Frede auch an Aufsichtsratssitzungen der Bäderholding teilgenommen, denn Frede (FDP) ist Theo Kremers Stellvertreter.

Wir wollen im FDP-Papier weiterlesen:"MdL Rasche abschließend: "Ich bedaure, dass der CDU-Kreisvorstand nach wie vor eine Zusammenarbeit von CDU und FDP im Kreistag ausschließt. Im Landtag und in vielen Städten des Kreises klappt die Zusammenarbeit hervorragend."

Unser Kommentar: Christof Rasche zeigt unverblümt seinen Ärger über die gescheiterte Anbiederung der FDP. Hat er gar nicht gemerkt, dass er damit genau das beabsichtigt, was er der BG vorwirft?


Die BG wird sowohl im Kreis als auch in der Kommunalpolitik in Erwitte ihre eigenständige, sachorientierte Politik weiter verfolgen. Im Rat in Erwitte orientiert sich die Bürgergemeinschaft einzig an den Sachthemen. Das bedeutet, es gibt keine Absprachen mit den anderen Fraktionen, aber eine Zusammenarbeit, wenn es in der jeweiligen Sache sinnvoll ist. Je nach Entscheidung und Thema haben wir im Rat mal mit der CDU, der SPD oder der FDP zusammengearbeitet. Oft genug hatten wir allerdings auch keine Bündnispartner für  unsere eigene Überzeugung. Selbstverständlich ist für uns eine demokratische Meinungsbildung in Bürgergesprächen und in der Fraktion. 

 

Homepage der BG Erwitte