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Trinkwassergefährdung -Brief an den Landrat


An den
Landrat des Kreises Soest
Herrn Wilhelm Riebniger                                      25.01.2007

Sehr geehrter Herr Landrat,
der Regionalrat im Reg. Bez. Arnsberg hat bei der 17. Änderung des Gebietsentwicklungsplanes, Teilabschnitt Oberbereich Dortmund- östlicher Teil  (HSK/SO) im Bereich der Stadt Rüthen die Erweiterung des Bereiches „Kattensiepen“ beschlossen.

Wir als Bürgerinnen und  Bürger in Erwitte befürchten eine mögliche Beeinträchtigung der Trinkwassergewinnung des Lörmecke- Wasserwerkes durch diese geplante Abgrabungsmaßnahme, da die Abgrabung im Steinbruch Kattensiepen unter der Grundwasserlinie erfolgen soll. 
In einer gut besuchten Informationsveranstaltung der BG –Erwitte im April 2006 informierte uns der Betriebsleiter des Lörmecke –Wasserwerks, Herr Hasse, umfangreich und kompetent über den Konflikt zwischen der geplanten Steinbrucherweiterung in Kattensiepen und der Trinkwassergewinnung.
Die Steinbruchbetreiber hatten einen Antrag gestellt, bis zu 20 Meter unter den Grundwasserspiegel abzugraben. Das könne nach Ansicht Hasses zu einer Gefährdung der Trinkwassergewinnung führen, denn bisher sei es üblich, Abgrabungen nur  bis maximal 2 Meter über der Grundwassergrenze durchzuführen und dagegen sei auch nichts einzuwenden. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren sich damals einig, dass die Öffentlichkeit die Verantwortlichen des Lörmecke-Wasserwerks und der Politik in ihren Bemühungen unterstützen sollte, sich gegen die Steinbrucherweiterung zu wehren. Der Rat der Stadt Rüthen hatte z.B. einstimmig den Verkauf von entsprechenden Grundstücken an die Steinbruchbetreiber abgelehnt.
Der Regionalrat Arnsberg hatte seinen Beschluss vom 09.02.2006, der mit äußerst knapper Mehrheit fast „zufällig“ zustande kam, über die Änderung des Regionalplans unter Vorbehalt
getroffen: 1. Ein Abbau unterhalb der Grundwasserlinie im Bereich Kattensiepen sollte nur dann zulässig sein, wenn eine Gefährdung der Trinkwassergewinnung in der Region ausgeschlossen werden kann.
2. Die Stadt Rüthen müsse ihre Zustimmung erteilen.
Beide  Vorbehalte wurden in dem Genehmigungsbeschluss der Landesregierung vom 07.06.06 für gegenstandslos erklärt. Dieser Beschluss ist unseres Erachtens nicht akzeptabel.
Wir fordern Sie deshalb auf, politisch in dieser Angelegenheit auf den Regionalrat und die Landesregierung so einzuwirken, dass die Trinkwasserversorgung  von Erwitte und den anderen Kreis-Gemeinden nicht gefährdet wird, die vom Lörmecke- Wasserwerk versorgt werden.
Mit freundlichen Grüssen
Lothar Strauch
BG-Vorsitzender
 
 

 

 

 

 


 

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