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Trockener Mühlenteich-Gründe

Lothar Strauch und Karl Dietz vor dem ausgetrockneten Mühlenteich

Die BG begrüßt den Antrag der Ortsvorsteherin das Thema der wiederholten Austrocknung des Mühlenteiches auf die Tagesordnung des nächsten Umweltausschusses zu setzen. Allerdings wird der Teich nicht mit Wasser aus den Steinbrüchen versorgt, wie Frau Römer behauptete. Die BG- Mitglieder Lothar Strauch und Karl Dietz gingen den möglichen Gründen für das wiederholte Austrocknen des Mühlenteiches nach und wurden fündig.

Sie befragten Herrn Hoffmann vom städtischen Umweltamt und nahmen sich die Akten vor. Seit dem Jahr 2000 erfolgen Abgrabungen durch die Firma Miebach (Wittekind–Zement) unter der Grundwasserlinie und seit dieser Zeit fällt der Mühlenbach immer wieder trocken. Diese Abgrabungen wurden vom damaligen Rat genehmigt.

Im Juli 2006 hat nun die Firma Miebach einen erneuten Antrag beim Kreis Soest auf Abgrabung  unter die Grundwasserlinie hauptsächlich zur Schottergewinnung gestellt (Amtsblatt Erwitte Nr.11). In diesem Zusammenhang wurde eine Umweltverträglichkeitsstudie und ein hydrogeologisches Gutachten erstellt, die sich nach Ansicht der BG teilweise widersprechen. Das von der Firma Miebach beauftragte hydrogeologische Gutachten kommt zwar zur Schlussfolgerung, dass das Vorhaben  keine nennenswerte Grundwassergefährdung zur Folge hätte, aber laut der öffentlichen  Umweltverträglichkeitsstudie „können Wechselwirkungen bzw Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere für die Teilfunktionen Grundwasserneubildung und quantitatives Grundwasserdargebot sind negative Auswirkungen zu erwarten. Eine Verringerung der Grundwasserneubildungsrate bzw ein hohes Risiko für diese Funktion ergibt sich durch den geplanten Abbau bis in den Grundwasserbereich und die daraus resultierende Schaffung von (temporären) offenen Wasserflächen.“ Das Risiko wird als mittel bis hoch eingestuft.

Die BG-Erwitte beabsichtigt daher eine schriftliche Einwendung gegen das Vorhaben beim Kreis Soest einzureichen. Der BG –Vorsitzende Lothar Strauch betonte, dass man sich seitens der BG Sorgen um die Quellen der Stadt einschließlich des Wasserwerkes Eikeloh und des geplanten Heilquellenschutzgebietes Bad Westernkotten mache. Selbstverständlich gäbe es möglicherweise auch andere Ursachen wie der trockene Sommer und die Klimaveränderung, die zusammen wirken. „Wir sind prinzipiell nicht gegen die Zementindustrie, aber zum Wohle der Bürger muss jedes Risiko ausgeschlossen werden.“

Mittlerweile ist die schriftliche Einwendung beim Kreis Soest eingereicht worden:

Erwitte, 26.10.06

Schriftliche Einwendung der BG–Erwitte gegen den Antrag der Fa. Portlandzementwerk Wittekind, Hüchtchenweg 1, 59497 Erwitte auf Planfeststellung gem § 31 WHG der Erweiterung und Vertiefung eines Steinbruchs zur Kalksteingewinnung in der Gemarkung Erwitte, Flur 13, Anröchte, Flur 8 und Berge, Flur 1

Die BG–Erwitte erhebt Einwand gegen die beantragte Abgrabung unter die Grundwasserlinie durch die Firma Wittekind. vom 5.7.2006. Wir bestehen auf einem Erörterungstermin.

 

Homepage der BG Erwitte