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Quellenwanderung

Am 25.11.2006 hatte die BG-Erwitte interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Quellenwanderung eingeladen. Der Heimatforscher Willi Mues hatte über die Quellen im Stadtgebiet viel zu erzählen.

Am Treffpunkt Mühlenteich war der Start der Wanderung. Die älteren Bürger erzählten, dass sie früher als Kinder dort z.B. mit leeren Fässern gespielt haben.

Leider ist der Mühlenbach, der dem Teich Wasser zuführt, zur Zeit ausgetrocknet.

Früher hatte der Mühlenbach immer Wasser, denn die Hauptquelle "Spring" und mehrere andere kleine Quellen wie z.B. die Eselsquelle am Pfarrgarten, lieferten auch in trockenen Sommern so viel Wasser, dass sogar aus Berge und Anröchte Fuhrwerke kamen,um Wasser zu holen. Nun sind diese Quellen offenbar versiegt. Das ist ein trostloses Bild.

Am Bach vor dem Marktplatz haben die Älteren als Kinder "Hüpfen'" gespielt.

Willi Mues erklärte die Lage der Erwitter Bäche anhand von alten Plänen. Oberhalb des Marktplatzes floss die "Bieke", von der Redaggstraße kommend. In der Lakenkuhle wurde früher die Wäsche gewaschen. Das Reliefbild von der Waschmarie erinnert heute noch daran. Es war für alle Beteiligten eine interessante Stadtführung unter einem besonderen Aspekt.

Am Schluss diskutierten die Teilnehmer über mögliche Ursachen der aktuellen Trockenheit der Quellen. Dafür gibt es sicherlich mehrere Gründe. Einerseits ist der zunehmende Klimawandel sicher ein wichtiger Aspekt und zum Anderen trägt auch die zunehmende Abgrabungsaktivität der Zementindustrie dazu bei. Die stärkere Besiedelung des Ortes in den letzten 50 Jahren und die damit verbundene Bodenversiegelung ist sicher auch ein Faktor, der eine Rolle spielt. Der BG -Vorsitzende und Fraktionschef  Lothar Strauch  betonte, dass sich auch politisch daraus Schlußfolgerungen für die Haltung der BG im Rat und seinen Ausschüssen ergeben:

Anträge der Zementindustrie auf Abgrabungen unter den Grundwasserspiegel zum Schotterabbau sind äußerst kritisch zu prüfen, obwohl wir den Standort Erwitte zum Kalkabbau nicht in Frage stellen.  Siehe Einwand der BG.

Die Diskussion um den neuen Flächennutzungsplan in Erwitte wird zeigen, dass eine hemmungslose Baulandpolitik falsch ist. Deshalb fordern wir eine maßvolle Baulandpolitik und eine Schwerpunktsetzung auf den Erhalt von gebrauchten Immobilien. Siehe Wahlprogramm der BG.

Homepage der BG Erwitte