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Gentechnik

Gentechnik- Infoabend  26.08.06

Bürgergemeinschaft: Die BG –Erwitte lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Veranstaltung über „Gentechnik in der Landwirtschaft“ ein. Wir alle konsumieren immer mehr gentechnisch veränderte Lebensmittel und manch einer fragt sich, ob das eine negative Auswirkung auf seine Gesundheit hat. Das Thema hat zwar keine kommunalpolitische Bedeutung, aber unsere Veranstaltung mit Befürwortern und Gegnern der Gentechnik soll der Information der Bürger dienen. Folgende fachkompetente Referenten stellen sich der Diskussion mit den Zuhörern:
1. Herr Dr.Stelling, Molekularbiologe des DSV;
2. Herr Ostendorf, Bauer und Vertreter des BUND;
3. Herr Möllers, Inhaber des Naturkostladens Stirper Mühle.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 7.9.06, 19.30 Uhr , Hotel Büker, Erwitte-Markt statt.

Pressemitteilung der BG–Erwitte

9.9.06

BG lud zum Diskussionsabend über Gentechnik ein.

Zahlreiche Zuhörer, darunter einige Landwirte und Fachleute, waren am Donnerstag, dem 7.9.06 der Einladung der BG-Erwitte  zu einem Diskussionsabend  „Gentechnische Produkte in der Landwirtschaft“ in den Festsaal des Hotels Büker gefolgt. Herr Dr. Stelling von der DSV (Deutsche Saatgutveredelung) in Lippstadt, ein studierter Landwirt, sprach sich in seinem Vortrag für die Anwendung gentechnischer Methoden in der Saatgutveredelung, vor allem bei Raps und Mais aus. Er stellte fest, dass sich weltweit bereits ein Markt für gentechnisch veränderte Pflanzen, vor allem am amerikanischen Markt etabliert habe. Der europäische Markt könne auf Dauer nicht auf die Vorteile dieser Technik verzichten. Vom Ergebnis her sei die Gentechnik „absolut vergleichbar mit herkömmlichen Züchtungsmethoden“, die allerdings längere Zeit (10 bis 14 Jahre) in Anspruch nehmen. Die DSV wendet  marktorientiert - je nach Bedarf - beide Saatveredelungsmethoden an, sowohl die Züchtung als auch die Gentechnik. Auf dem deutschen Markt kann sich allerdings z.Zt kein Nahrungsmittel durchsetzen, das  gentechnisch veränderte landwirtschaftliche Produkte enthält. Zum Schluss seines Vortrages schlug Herr Dr. Stelling ein Nebeneinander der verschiedenen Produktionsweisen vor. Herr Ostendorf vom BUND vertrat als Ökobauer die Position des Gegners der Gentechnik. Da „gentechnische Saat“ prinzipiell immer auch mit der Anwendung bestimmter Pflanzenschutzmittel verknüpft sei, entstehe eine zunehmende Abhängigkeit der Anwender, also der Bauern, von wenigen Firmen, die die Preise schließlich bestimmen könnten. Über das Restrisiko der Wirkung der gentechnisch veränderten Pflanzen im Menschen oder im Tier sei nicht genügend bekannt, da Langzeitstudien fehlten. Fraglich ist auch, ob die Landwirte in Europa gentechnisch verändertes Saatgut wirklich benötigten. Einige anwesende Landwirte, wie z.B. Franz-Josef Dohle aus Kallenhardt bestätigten diese Aussage und berichteten von den Schwierigkeiten der marktgerechten Orientierung.

In der  anschließenden, sachlichen Diskussion prallten Für- und Wider-Argumente bezüglich der Gentechnik  aufeinander. Der BG- Vorsitzende  Lothar Strauch, der die Diskussion leitete, kommentierte im Anschluss: „ Es war klar, dass wir dieses schwierige Thema nicht an einem Abend erschöpfend diskutieren konnten. Wir als BG hatten auch von Anfang an nicht vor, eine Stellungnahme für Pro- oder Kontra-Gentechnik abzugeben. Wichtig ist, dass sich jeder Einzelne seine eigene Meinung zu dem Thema bildet. Die Informationen des heutigen Abends haben dazu beigetragen. Deshalb war es richtig, auch ein Thema außerhalb der Kommunalpolitik  aufzugreifen.“

Homepage der BG Erwitte